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Buchkritik -- Mark Dawson -- Der Galgenbaum

Umschlagfoto, Buchkritik, Mark Dawson, Der Galgenbaum, InKulturA Der Büßer und der Foodtruck

Mark Dawson schickt seinen ewigen Büßer John Milton im 25. Band seiner populären Reihe auf eine ungewohnte Mission: Der frühere Eliteagent will sich einen Foodtruck kaufen, um mit ihm die Jahrmärkte der amerikanischen Provinz abzuklappern und eine britische kulinarische Spezialität unter die Leute zu bringen. Eine Prämisse, die die Fans der Reihe durchaus überraschen dürfte, und die Dawson mit gewohnter Meisterschaft in einen fesselnden Thriller verwandelt.

Denn natürlich ist es kein Zufall, dass Milton ausgerechnet in einem kleinen Kaff landet, in dem eine kriminelle Lokaldynastie mit ihren Angehörigen und weitläufigen Verwandten seit Generationen den Ton angibt. Um sie herum gruppieren sich die üblichen Verdächtigen: ein dubioser Bankdirektor, ein korrupter Sheriff, und nicht zuletzt die Frau, von der Milton den Foodtruck erwerben möchte und die, wie sich bald herausstellt, ihre ganz eigene Agenda verfolgt. Die scheinbar idyllische Provinzkulisse entpuppt sich rasch als Brutstätte von Korruption, Einschüchterung und Gewalt.

Nachdem der Vorgängerband spannungsmäßig etwas hinter den hohen Erwartungen der Reihe zurückgeblieben war, liefert Dawson mit „Der Galgenbaum" eine überzeugende Rückkehr zur Hochform. Die Handlung ist gut konstruiert, die Spannung hält bis zur letzten Seite an, und John Miltons charakteristische Reaktionen, jene Mischung aus kühler Entschlossenheit und moralischem Kompass, kommen voll zur Geltung. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle Fans des Genres.




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Veröffentlicht am 31. Mai 2026