Eine Würdigung des Autors, der die dunkle Seite Amerikas wie kein anderer sezierte
Mit der Veröffentlichung von „City in Ruins“ im Frühjahr 2024 endete nicht nur eine fesselnde Gangster-Trilogie, sondern auch eine Ära der amerikanischen Kriminalliteratur. Don Winslow, der Meister des epischen, akribisch recherchierten und unerbittlich realistischen Thrillers, hat seinen Abschied von der Schriftstellerei verkündet. Nach mehr als zwanzig Romanen in über drei Jahrzehnten, die das Genre neu definierten und die Grenzen zwischen Fiktion und politischer Realität verwischten, hinterlässt er ein Werk, das in seiner Wucht, seiner Komplexität und seiner moralischen Dringlichkeit seinesgleichen sucht. Es ist an der Zeit, das literarische Schaffen dieses Ausnahmekünstlers zu würdigen, eines Mannes, der wie kein anderer die Anatomie der Gewalt, die Mechanismen der Korruption und die tragischen Verstrickungen des amerikanischen Traums seziert hat. Weiterlesen